Mittwoch, 22. Juli 2026
Als wir aufstanden, war der Tag recht wolkenverhangen und einheitsgrau. Hin und wieder nieselte es ein wenig, der Wind wehte kräftig und wir hatten bescheidene 18°C. Also verabredeten wir für heute eine Tour entlang der Küste mit einigen Abstechern ins Hinterland. Schon beim Start setzte sich die Sonne mehr und mehr durch. So wurde der Tag dann doch recht freundlich.
Nach einer Fahrstrecke von nur wenigen Kilometern landeten wir im Mittelalter. Genau genommen war es die mittelalterliche Turmhügelburg im idyllisch gelegenen Nienthal bei Lütjenburg. In den rekonstruierten Wohn- und Wirtschaftsgebäuden der Vorburg konnten wir das Alltagsleben der früheren Bewohner erkunden. Der Kräuter- und Gemüsegarten zeigten, was damals auf dem Speiseplan stand. Eine massive Kernburg diente dem Schutz und als Zeichen der Macht des Ritters.
Weiter ging es in Richtung Panker, wo wir gestern das gleichnamige Gut besuchten. Nur 2 Kilometer entfernt davon liegt der 128 Meter hohe Pilsberg mit dem Aussichtsturm Hessenstein im neugotischen Stil. Leider war die Sicht heute nicht klar genug, um von oben Fehmarn, die Kieler Förde oder sogar die dänischen Inseln ganz deutlich zu erkennen. Trotzdem war es ein herrlicher Ausblick.

Ohne in das am Fuße des Berges gelegene Forsthaus Hessenstein, in dem man hervorragend essen gehen kann, aufzusuchen, ging es weiter zum Museumsbahnhof Schönberger Strand. Dort waren historische Eisenbahnwaggons und Straßenbahnen zu entdecken.
Bei immer mehr auffrischendem Wind fuhren wir zum Schluss nach Laboe. Die steife Brise hatte natürlich viele Surfer angezogen, die sich auf den Wellen tummelten.

Noch mehr Besucher aber zogen das doch sehr imposante Marine-Ehrenmal und das U-Boot U-995 an.
Das Ehrenmal ist nicht nur ein Mahnmal, sondern auch ein Aussichtspunkt der Extraklasse. Von oben reicht der Blick weit über die Förde bis zu den Schiffen am Horizont.

Direkt daneben liegt ein Technisches Museum, das Hochseetauchboot U995. Zwischen 1939 und 1944 wurden 663 Boote dieses Typs gebaut und in Dienst gestellt. Sie trugen die Hauptlast des U-Boot-Krieges. Von 40000 deutschen U-Boot-Fahrern kehrten 30000 nicht zurück. Heute ist das U995 als Teil der Gesamtanlage des Marine-Ehrenmals in Laboe zugleich Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen.

Ein Tag mit unterschiedlichsten Erlebnissen geht seinem Ende entgegen und wir freuen uns auf das Abendessen. Steak mit verschiedenen Pommes 🍟 und Letscho.