Rund um Eisenach

Sonntag, 5. Juli 2020

Gestern machten wir noch einen ultimativen Plan, um heute möglichst viel rund um Eisenach sehen zu können. Unser erstes Ziel war heute Mittag die Drachenschlucht. Sie zieht sich ca. 2,6 km durch Stein und Wald und ist ein echtes Erlebnis. An einigen Stellen sind die Felsen nur wenige Dezimeter voneiander entfernt, somit musste man entweder Schultern oder auch manchmal den Kopf einziehen. Unterm Gitter auf dem man teilweise Laufen musste, plätscherte ein kleiner Bach. Und auch von oben wurde es nass, nämlich wenn das Wasser in kleinen Rinnsalen die Felswand hinunter floss.

Unser nächstes Ziel war dann die Wartburg, hoch über der Stadt. Auch wenn wir schon mal vor Jahren dort waren, lohnte sich der Aufstieg wegen der enormen Geschichtsträchtigkeit (wir erinnern an Luther, der hier die Bibel übersetzte, oder an Goethe, der sehr fasziniert war). Die Aussicht über Eisenach, Hainich und Thüringer Wald ist ebenfalls sehr schön.

Wieder im Tal, entschlossen wir uns bei einem Eisbecher dazu, das Bachhaus bzw. -museum zu besuchen. In seinem Geburtshaus und einem damit verbundenen Neubau sind viele Informationen und Ausstellungsstücke aus seiner Lebenszeit ausgestellt. Zwischen alten, teils auch sehr kuriosen Instrumenten (z. B. Geigentrompete) und vielen Auszügen aus seinem Werk, wurde uns mit Erstaunen bewusst, was dieser Bach eigentlich für ein, bis heute unerreichtes Genie gewesen sein musste. Bei einem kleinen Live-Konzert auf historischen Instrumenten konnten wir seiner sehr komplexen und doch auch schönen Musik lauschen.

Somit ging mit einem kleinen Stadtrundgang ein Tag zu Ende, an dem wir eigentlich gar nicht so viel laufen wollten… Und es dann doch taten…