„Sosa braucht Wasser“

Dienstag, 19. August 2025

Das heutige Wetter lud noch einmal zum Wandern ein.

Einen schönen Rundweg um besagte Talsperre hatten wir uns bereits gemerkt, heute wurde er ausgeführt. Deshalb machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg nach Sosa und stellten das Auto auf dem Parkplatz in der Nähe des Stausees ab.

Malerisch, mitten im erzgebirgischen Wald, liegt die Talsperre Sosa. Im Rahmen eines Jugendprojektes der DDR wurde sie von 1949 bis 1952 als letzte Bruchsteintalsperre erbaut und im selben Jahr auch in Betrieb genommen. Sie dient der Trinkwasserversorgung des Westerzgebirges und dem Hochwasserschutz. Baden oder Wassersport sind im Stausee nicht erlaubt. Allerdings bietet die waldreiche Umgebung viele Möglichkeiten zur Erholung und für Aktivitäten wie Radfahren, Wandern oder Langläufe im Winter.

Angestaut wird das Wasser der Kleinen Bockau und einer Überleitung aus der Großen Bockau. Mit einem Gesamtstauraum von rund sechs Millionen Kubikmetern gehört diese Talsperre eher zu den kleineren Stauanlagen in Sachsen. Sie ist hauptsächlich für die Trinkwasserversorgung im Raum Aue-Schwarzenberg verantwortlich.

Schon nach etwa 500 Metern Wegstrecke erreichten wir die Staumauer. Bei sehr guter Sicht hatten wir einen tollen Blick auf den Auersberg, den wir ja bereits in der letzten Woche „bezwungen“ hatten. Durch den Wald lief es sich wieder wunderbar und wir waren den größten Teil der Strecke allein unterwegs. Hin und wieder kamen uns Paare in unserem Alter entgegen, meist an den Rastplätzen, weshalb immer gleich ein schneller Platzwechsel vollzogen wurde.

Sehr zügig waren auch heute wieder die jüngeren männlichen Radfahrer unterwegs. So wie sie da waren, waren sie schon wieder weg. Irre! Ältere Herren traten meist in Grüppchen auf und hielten auch mal an, um all das Wissenswerte auf den Tafeln am Wegesrand zu lesen und sich bestimmte Dinge anzuschauen.

Ein Bachlauf war sehr interessant und sein Plätschern begleitete uns ein Stück des Weges.

Ein seltenes Naturphänomen lag bzw. stand plötzlich vor uns. Eine BuFiBu, drei Bäume (Buche-Fichte-Buche), die zusammengewachsen sind. Sie werden auch als die „Unzertrennlichen“ bezeichnet. Die Fichte ragt in der Mitte der Baumgruppe ein ganzes Stück über die Buchen hinaus.

Ein Stück weiter entdeckten wir am Wegesrand ein Kleines Beobachter-Vogelhaus und noch mehr kleinere Kunstwerke.

Um noch einmal einen Blick auf die Talsperre werfen zu können, wurde extra eine Schneise in den Wald geschlagen.

Den Abschluss der Rundwanderung bildete eine Schau-Köhlerei. Eine solche hatten wir im vergangenen Jahr im Harz schon genauer in Augenschein genommen. Deshalb hielten wir uns dort nicht lange auf.

Um auf die Überschrift zurückzukommen. Dieser Slogan „Sosa braucht Wasser“ ist uns so aus der Schulzeit in Erinnerung geblieben.

Dann fuhren wir gleich einkaufen, um die restlichen Zutaten für das Abendessen zu besorgen.

Nachdem wir frisch geduscht hatten, ging es noch einmal nach Schneeberg, um von dieser doch sehr schönen Altstadt Abschied zu nehmen.

Selbstverständlich kehrten wir auch nochmals im Eiscafé Venezia ein, wo wir uns einen Eisbecher schmecken ließen.

Nach einem abschließenden kleinen Spaziergang war der Stadtbesuch aber auch beendet. Inzwischen sind die Koffer gepackt und ein schöner Abend kann beginnen.

Der Koch Heiko servierte zum Abendessen Hähnchenrahmgeschnetzeltes mit Kartoffeln und Salat. Dazu ein letztes Glas Wein aus der bereits zu einem anderen Essen geöffneten Flasche Rotwein.