Freitag, 08. August 2025
Heute war Premiere des Brötchenservices. 7:45 Uhr fuhr ein Caddy eines ortsansässigen Bäckers vor und versorgte uns mit frischen Brötchen, die wir uns beim anschließenden Frühstück schmecken ließen. Dieser Service wird immer am Dienstag, Freitag und Samstag angeboten.
Obwohl definitiv wärmeres Wetter als in den letzten Wochen vorhergesagt worden war, wollten wir unsere erste Wanderroute in Angriff nehmen. Ein Rundwanderweg von etwa 8 km war geplant. Los ging es an einem Wanderrastplatz in der Nähe von Schneeberg. Unser Weg führte uns rund um den Silberbachstausee. Silberbach, woher kenn ich nur den Namen?

Das ist wirklich nur ein klitzekleiner See, nicht viel größer als unser sehr kühler Kiessee (Haussee) in Reitzendorf. Janina wird den vielleicht noch kennen, weil wir dort oft mit meinen Schülern die Nachmittage verbrachten.
Eigentlich liefen wir heute mehr auf Asphaltstraßen, Platten- und Schotterwegen als im Wald oder gängigen Wiesenwegen. Für einen, der erholt von einer Reha zurück ist, kaum ein Problem (der Zuckerwert kann schließlich unter Kontrolle gebracht werden). Einer, dem eine OP ins Haus steht, sieht das schon etwas anders. Insbesondere, wenn das Gelenk in unebenem Gelände plötzlich ins Wanken gerät und mir dabei einen heftigen Stich versetzt. Aber es ging alles gut.
Eine willkommene Abwechslung waren dann mehrere Bäume reifer gelber und roter Renekloden. Die mussten unbedingt gekostet werden. Wo bekommt man soetwas schon für ganz umsonst in Hülle und Fülle?
Woher kenne ich Renekloden? Aus Opperode.


Wegen der Temperatur von 27 Grad Celsius kamen wir doch ein wenig verschwitzt wieder am Ferienhaus an. Eine reinigende Dusche trug schnell zur Erholung bei und wir konnten zum gemütlicheren Teil des Tages übergehen. Unser Finni begeht heute auf Korfu seinen 17. Geburtstag. Wenn wir schon nicht dabei sind, wollten wir ihn jedoch unbedingt auch gebührend würdigen und ein Café in Schneeberg aufsuchen. Es wurde wegen der Wärme ein italienisches Eiscafé neben dem wunderschönen Rathaus. Man saß wirklich gemütlich und bei entspannter Atmosphäre, anders als in Waren, wo schon allein die Bedienung stets Hektik verbreitet und die Eisbecher waren wirklich lecker.

Anschließend setzten wir unseren Rundgang durch die Altstadt bzw. das Zentrum von Schneeberg fort.
Schneeberg ist eine im Jahr 1471 gegründete Stadt im sächsischen Erzgebirgskreis, die sich dank der Erzfunde und deren Abbau (Silber, Cobalt, Uran) im Lauf der Jahrhunderte aus mehreren einzelnen Ortschaften zu einer lebenswerten Bergstadt mit einmaligem Kleinstadtflair entwickelte.







Hier gibt es sehr viel Sehenswertes zu entdecken. Zunächst erst einmal die historische Altstadt und die im Mittelpunkt Schneebergs stehende Sankt Wolfgang Kirche. Eine gewaltige spätgotische Hallenkirche mit einem der größten Altäre der Malerfamilie Cranach, den Lucas-Kranach-Altar. Heute war die Kirche bereits sehr liebevoll für den Einschulungsgottesdienst am Wochenende geschmückt.




Zahlreiche Geschäfte mit erzgebirgischem Kunsthandwerk gehören auch zum Stadtbild, wie die Klöppelstube, in der man den Frauen bei ihrer Arbeit zuschauen kann.

Zusammenfassend ist zu sagen, Schneeberg ist nicht nur eine Reise wert.
Bei angenehmen Temperaturen aßen wir auf unserer Terrasse einen Kartoffel-Blumenkohl-Auflauf, dazu gab es ein Darguner Radler. Nur für mich natürlich.