Ein bisschen der Hitze entflohen

Mittwoch, 13. August 2025

Um wenigstens zeitweise der Hitze zu entkommen, sind wir heute nach Annaberg-Buchholz gefahren, da es hier ein Bergwerk gibt, welches für 1 1/2 Stunden eine Führung bei 8 bis 10 Grad Celcius versprach.

Der Markus-Röhling-Stolln (ohne e) war unser Ziel. Bereits wenige Jahre nach dem ersten Silberfund am Schreckenberg 1491 dehnte sich der Bergbau auf das spätere Grubenfeld der Grube Markus Röhling aus. Bis zur Einstellung des Grubenbetriebs 1857 wurden hier Silber und Kobalterz abgebaut. Von 1948 bis 1953, der endgültigen Stilllegung, wurde von der SAG Wismut Uranerz abgebaut.

Es war eine interessante Führung und mal ganz anders, als sonst in verschiedenen Höhlen.

Als wir wieder ans Tageslicht kamen, traf uns der Hitzehammer. Aber wir hatten vorgesorgt, wie die meisten Teilnehmer der Einfahrt auch. Auf dem Parkplatz begann das allgemeine Umziehen.

Weiter ging es zum Frohnauer Hammer, einem technischen Denkmal. Der Frohnauer Hammer ist aus einer im Mittelalter errichteten Getreidemühle hervorgegangen. 1621 erfolgte dann der Umbau zu einem Hammerwerk. Leider kann man dieses Museum nur mittels einer Führung besuchen. Wir hätten bei 30°C gut 1 1/2 Stunden warten müssen. Das taten wir uns dann nicht an.

Also ging es gleich weiter nach Annaberg-Buchholz. Die Stadt ist nicht nur eine Große Kreisstadt im sächsischen Erzgebirgskreis, sondern zugleich auch die bevölkerungsreichste Stadt im Landkreis. Zahlreiche Museen sind hier zu finden. Die Manufaktur der Träume, bestimmt für Kinderaugen sehr interessant. Wir näherten uns dem Adam-Ries-Haus, in dem sich auch das Adam-Ries-Museum befindet. Wer kennt ihn nicht, den Rechenmeister, der von den Mathelehrern gern erwähnt wird. Schließlich haben wir ihm die heutigen Rechenverfahren zu verdanken.

Unser Rundgang durch Annaberg-Buchholz endete mit dem Besuch der Sankt Annenkirche. In der dreischiffigen Hallenkirche befindet sich der (zumindest der älteren Generation von uns) aus dem Kunstunterricht bekannte Annaberger Bergaltar. Er zeigt eindrucksvoll eine erzgebirgische Bergbaulandschaft und bergmännisches Leben vor 500 Jahren.

Das herrliche Gewölbe überspannt den gesamten Innenraum. Große Fenster lassen viel Licht hinein.

Ein leckeres Abendessen, bestehend aus Medaillons in Pfeffer-Rahm-Sauce, Kroketten und einem Salat, rundete den Tag ab. Als Nachtisch gab es Johannisbeeren.