Montag, 12. August 2024
Nun war endlich der Zeitpunkt gekommen, auf den Spuren von Brunhilde und Bodo zu lustwandeln. Bei knapp 30 °Celsius ja auch so gar keine Herausforderung. Egal, auch diese Hürde muss und kann gekommen werden.
Die Roßtrappe war das erste Tagesziel. Wer glaubt, wir sind mit dem Sessellift von Thale aus nach oben gefahren, der irrt gewaltig.


Oben angekommen, hatten wir einen herrlichen Blick über das Tal und auf den gegenüberliegenden Hexentanzplatz. Unten floß rauschend die Bode. Welch ein Hochgenuss. Wieder mussten wir an unsere beiden „Extremsportler“ oder Wanderer und Kletterer denken, die in Österreich oder Italien ähnliche Aussichtspunkte erklimmen und herrliche Fotos an die Familie senden. Naja, ich fahre ja bloß nicht dahin, weil mein Handy schon fast Rentner ist und solch tolle Aufnahmen nicht mehr schafft. 😒 Sonst……😉 🤣




Auf dem Weg zum Punkt des Geschehens, dem Abdruck des riesigen Hufes von Bodos Rappen, versuchten so manche Eltern und Großeltern den lieben Kleinen die Sage von der Roßtrappe zu erzählen. Irgendwie kamen aber alle nicht wirklich zum Ziel. Zum Glück hat man ein Schild mit der Kurzfassung der Sage angebracht.


Auch das war wiederum eine Herausforderung, diesmal aber für die Kinder. Der PISA-Studie nach soll das Lesen in unserem Lande ja ein Schwachpunkt sein. 🤦♀️ 🤷♀️ Nicht umsonst darf ich mit Schulbeginn das „Leseband“ einsetzen, um den Schülern intensiv zu helfen, „fließend buchstabieren“ zu lernen und sich mit Textinhalten auseinanderzusetzen. Auch das noch! Die armen Kinder.
Von der Roßtrappe zurück, hatten wir die Idee, uns nach Osterwieck zu begeben. Wir hatten gelesen (wir können das), dass es eine ganz besondere Stadt ist. Ja, in mehrfacher Hinsicht, wie wir feststellen mussten.
Osterwieck befindet sich ein kleines Stück nördlich vom Nationalpark Harz. Durch die Stadt fließt die gestern erste besuchte Ilse.
In Osterwieck gibt es über 400 historische Häuser mit prachtvollen Schnitzereien, farbigen Ornamenten und jahrhundertealten Inschriften. Sehr interessant sind auch die geschmiedeten und vermutlich ebenso alten Zunftzeichen über den Türen vom Fleischer, Bäcker, Optiker, Apotheker und sogar Schuhmacher. Letzterer öffnet seinen Laden tatsächlich an zwei Tagen der Woche. Das vermutlich älteste Haus stammt aus dem Jahre 1480.








Die vielen Fachwerkhäuser haben der Stadt übrigens zum Beinamen „Fachwerkstadt“ verholfen. Eine Grundschule und ein Gymnasium fanden wir auch, dazu die St. Stephanikirche auf einem herrlichen Kirchplatz.
Nur Menschen gab es kaum. Aber ein Eiscafé, in dem wir uns erstmal einen Eisbecher schmecken lassen mussten.

Abschließend fanden wie am Rande des Ortes noch ein Objekt, wo Bernd und Heiko 1971 wahrscheinlich im Ferienlager waren.

Nudeln mit Tomatensauce waren dann am Abend unser Mahl.