Dienstag, 13. Juli 2021
Womit wir nicht gerechnet hatten, die Region hier im Emsland ist doch wirklich sehr flach. Die einzigen Erhebungen, die sich ergeben, sind die Brücken über Schienen und Autobahnen. Deswegen waren wir auch erstaunt und erleichtert zugleich, als wir heute in Bad Benthein aus dem Auto stiegen. Denn hier wollten wir uns die Burg Bentheim anschauen.

Diese ist die größte Höhenburg Nordwestdeutschlands und wurde schon 1050 das erste Mal erwähnt. Seit dem begann eine lange Dynastie der Grafen und Fürsten von Bentheim und Steinfurt. Bis heute lebt ein Prinz der Familie im Batterieturm der Burg. Im Mittelalter hatten die Grafen der Burg Bentheim großen Einfluss und waren dadurch auch wirtschaftlich gut gestellt. Aber der 30-jährige Krieg hinterließ auch in Bentheim seine Spuren. Später wurde die Burg sogar gepfändet. Erst Mitte des 16. Jahrhunderts konnten die von Bentheim und Steinfurt die Burg wieder auslösen und bekamen darüber hinaus den Fürstentitel zugeschrieben. Damit verloren sie allerdings den politischen Einfluss. Dadurch waren Investitionen nur schwer möglich. Deswegen ist die mittelalterliche Substanz der Burg bis heute, im Gegensatz zu anderen Fürstensitzen, erhalten geblieben.




Heute kümmert sich die Familie um die umliegenden Wälder und die Erhaltung der Burg. Und wir waren ganz froh, mal wieder einen Hügel besteigen zu können.