Dienstag, 21. Oktober 2025
Das umfangreiche Regengebiet ☔️ hat nun auch diese Gegend erreicht. Also haben wir Überlegungen angestellt, wo und wie man trotz des unbeständigen Wetters Neues entdecken kann. Die Wahl fiel auf den Besuch der Spitzenstadt Plauen.
Da ich inzwischen von Anett Klose den 2. Band der Historischen Familiensaga aus dem 19. Jahrhundert über eine hiesige Spitzenmanufaktur lese, suchten wir uns die Schaustickerei Plauener Spitze als erstes Ziel unseres Ausflugs in die Geschichte der vogtländischen Stadt Plauen aus.
Die Schaustickerei ist eine lebendige Museumsfabrik mit authentischen Arbeitsabläufen der Spitzen- und Stickereiherstellung. Die Spitze, die Mitte des 19. Jahrhunderts aus der bis dahin filigranen Handstickerei hervorging, ist seitdem ein Maschinenprodukt. Technischer Erfindungsgeist und ausgeklügelte Ingenieurleistungen begeistern auch nach mehr als 100 Jahren.
Unsere Museumsführerin ließ uns in einem Maschinensaal eindrucksvoll erleben, welch öligem Geruch und großem Lärm die Sticker täglich über viele Stunden ausgesetzt waren. Sie führte an Maschinen aus verschiedenen Epochen selbst vor, wie die Spitzen entstehen. Von den Anfängen der mechanischen Stickerei über lochkartengesteuerte Maschinen bis zu computergesteuerten Stickautomaten konnten wir die gesamte technische Entwicklung nachvollziehen.

Bei den ersten Handstickmaschinen wird der Wagen mit den Nadeln mittels einer Kurbel bewegt. Die Mustersteuerung erfolgte über den daneben befindlichen Pantographen.

Die sehr kompetente Führerin zeigte uns aktuelle Kollektionen der Spitzenhersteller aus der Region und historische Kostbarkeiten in Form von detailgetreuen Nachbildungen. So werden historische Herstellungsverfahren ebenso wie wunderschöne Designs der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts wiederbelebt.
Am Ende der Führung war auch dem letzten Meckerer klar, warum die Plauener Spitze ihren Preis hat. Trotzdem wurde ein neues Deckchen mitgenommen.
Danach fuhren wir ins Zentrum der Stadt.
Sehenswert sind der Alte Markt mit dem Alten Rathaus, das Plauener Theater, viele gut erhaltene Bürgerhäuser, die Stadtgalerie als Einkaufsmittelpunkt und natürlich mehrere Kirchen.





Ein Stadtbummel ist bekanntlich anstrengend und so wurde ein Café aufgesucht. Meine Eierschecke war entgegen aller Bedenken fluffig und schmackhaft. Und auch Heiko genoss seinen Quark-Schokoladenkuchen.


Das abendliche Büfett bot heute einige Überraschungen. Die Französische Zwiebelsuppe war vorzüglich. Neben Spanferkel gab es ein sehr gut schmeckendes Putengeschnetzeltes und auch Rotbarsch. Alles mit den unterschiedlichsten Beilagen. Eigentlich müsste man nach diesen Mahlzeiten immer zu Fuß in die 6. Etage laufen, doch wir bevorzugen wegen der Last stets den Fahrstuhl. 👍