Rund um die Greifensteine

Montag, 18. August 2025

Auch heute war wieder bestes Wanderwetter, weshalb wir uns überlegt hatten, die Region um die Greifensteine zu erkunden.

Die Greifensteine, bis um 1900 der Greifenstein, sind eine Felsformation im Geyerischen Wald zwischen den Ortschaften Ehrenfriedersdorf, Geyer, Jahnsbach und Thum im sächsischen Erzgebirgskreis. Der höchste der sieben Granitfelsen erreicht eine Höhe von 731,5m und ist der einzige, den man über eine Treppe besteigen kann. Weitere 6 Felsen wurden durch Steinbrucharbeiten, die 1923 endeten, abgetragen. Einige davon kann man mit entsprechender Ausrüstung erklettern.

Die kulissenartige, ringförmige (halbrunde) Formation der Felsen ermöglicht es, in den Sommermonaten die Greifensteine für Freilichtveranstaltungen im seit 1953 existierenden Naturtheater Greifensteine in Anspruch zu nehmen.

Das also sollte Ziel unserer Rundwanderung sein. Wie aber kamen wir dahin und vor allem, was erwartete uns alles unterwegs?

Vom Parkplatz aus ging es etwa 400m bis zum Einstieg in den Greifensteinwald und dem Beginn des Waldgeisterweges. Holzskulpturen bis hin zur Menschengröße befanden sich in mehr oder weniger größeren Abständen links und rechts am Wegesrand. Sehr interessant für die Kinder, die sich mit den meisten dieser Figuren durch aktives Fernsehen besser auskennen, als wir Erwachsenen. Klar, Räuber Hotzenplotz oder der Maulwurf sagen mir auch etwas. Aber wer oder was sind Minions???

„Wir kamen vom Weg ab“ und gelangten zu einem lang ersehnten Wasserfall im Greifensteinwald. Der führte tatsächlich Wasser, war aber knapp höher als 2 Meter. Immerhin! Im nahen Wassertretbecken, was wir über einen kleinen Umweg erreichten, herrschte Ebbe.

Also liefen wir weiter zum Schanzenkomplex Geyer, der aus mehreren Kinder- und Jugendschanzen, den Eric-Frenzel-Schanzen, und zwei größeren besteht. Eric Frenzel war zwischen 2014 und 2018 der erfolgreichste Nordische Kombinierer und stammt aus Geyer. Selbst Schneekanonen gibt es hier.

Am Röhrgraben entlang, einem historischen Bergbaukanal, liefen wir durch ein sehr idyllisches Waldgebiet. Das Wasser plätscherte so vor sich hin und wirkte auf dem Weg durchs Greifenbachtal sehr beruhigend auf uns.

Immer wieder überholten uns während der gesamten Wanderung Radfahrer, die sehr schnell unterwegs waren. Ob die überhaupt etwas von den Schönheiten der Natur mitbekamen oder nur darauf aus waren, Kilometer zu schrubben und dabei Kalorien zu verbrennen? Ich verstehe es nicht.

Schließlich erreichten wir den Stausee Geyer. Daran vorbei mussten wir nur noch knapp 1,5 Kilometer laufen, bis wir unser Ziel, die Greifensteine, erreichten.

Zuerst warf ich natürlich einen Blick in den Geldkeller. Leider war mir der Weg versperrt. So wurde es auch nichts mit einer Bockwurst im Brötchen für nur 5 € oder eine Bratwurst für 6 €. Wiener im Brötchen gab es für nur 4 €. Wir einigten uns darauf, später ein Café aufzusuchen.

Der Ausblick von oben lohnte sich allemal.

Zurück zum Parkplatz ging es überwiegend bergab, was etwas anstrengend war. Durch die Holzfiguren, die uns auf den „letzten“ Metern wieder begleiteten, waren wir ein wenig abgelenkt.

Alles in allem, eine sehr, sehr schöne Runde.

Einen Eiskaffee gönnten wir uns dann auf dem Rückweg in Zwönitz.

Das Abendessen waren Penne mit Tomatensauce.