Zum Finale ein Wasserfall, der keiner war

Freitag, 15. August 2025

Da es heute wieder heiß werden sollte, war es zunächst schwierig, geeignete Ausflugsziele zu finden. Aber man muss sich schließlich auch bewegen!

So ging es zuerst auf den 1018m hohen Auersberg. Er ist übrigens der dritthöchste Berg in Ostdeutschland. Als beliebtes Jagdrevier der sächsischen Kurfürsten erhielt er bereits im 17. Jahrhundert einen ersten hölzernen Turm. Heute bietet ein steinerner Aussichtsturm von 1860 eine herrliche Rundsicht bis ins Vogtland und das Böhmische Erzgebirge. Der historische Gasthof gleich daneben lädt zu einer Pause ein.

Auf dem Kinderspielplatz fand ich meinen kleinen Frischling Wurzelrudi. Inspiriert vom Blick auf die Sosa-Talsperre zogen wir weiter.

Zunächst fuhren wir in die Bergstadt Johanngeorgenstadt. Man kann schließlich nicht früh genug an Weihnachten denken, sagten wir uns beim Anblick des größten freistehenden Schwibbogens und der weltweit größten Pyramide in unmittelbarer Nähe. Beide sind Wahrzeichen der erzgebirgischen Traditionen und Bräuche. So ziemlich jeder Ort im Erzgebirge hat seinen eigenen Schwibbogen und mindestens eine Pyramide.

In Johanngeorgenstadt wurde 1929 die erste Großschanze Deutschlands errichtet, die Blütezeit war in den 50er bis in die 80er Jahre. Helmut Recknagel, Sven Hannawald und Björn Kircheisen machten hier ihre Sprünge. Seit den 2000er Jahren wird diese Anlage aktiv nicht mehr genutzt.

Da es hier absolut kein Stadtzentrum gibt, fuhren wir mal für ein paar Minuten über die Grenze nach Tschechien. Auf einem Markt gleich dahinter wurden überall nur Plunder und Schnicknack angeboten. Zurück auf deutschem Boden ging es weiter zu Talsperre Sosa.

Zunächst bot sich uns ein imposanter Blick auf die Stadt. Die Talsperre, die 1949 bis 1952 gebaut wurde und als Trinkwasserlieferant dient, liegt umgeben von Wäldern. Den Auersberger Turm sahen wir von hier aus in einer anderen Perspektive.

Zurück in Sosa gab es im Café Richter eine kleine Erfrischung in Form eines Eiskaffees und für jeden ein Stück Kuchen. Kurz zuvor erhielten wir von Mäxchen die Nachricht, dass er einen herrlichen Ausblick von der Zugspitze genießt. Der Gipfelstürmer!

Auf dem Heimweg machten wir noch einen Abstecher zum Blauenthaler Wasserfall, der keiner mehr ist. Durch Bauarbeiten und die Trockenheit in den letzten Jahren plätschert zu dieser Jahreszeit nichts. Leider.

Abendessen hieß heute: Spagetti mit Gorgonzolasoße und mal wieder Tarator, von dem man bei diesem Wetter nicht genug bekommen kann.

Warten wir nun auf die Abkühlung für den morgigen Tag, die da heute Nacht kommen soll.