Mittwoch, 14. August 2024
Wie kann ein Urlaubsfinale aussehen? Ganz einfach. Um 7.00 Uhr aufstehen, gut frühstücken, mit dem Auto nach Schierke fahren. Am Bahnhof angekommen, lösten wir die Fahrkarten zum Brocken. Natürlich nur eine Tour, denn ein wenig anstrengen wollten wir uns trotz der zu erwartenden hohen Temperaturen dann doch. Obwohl ein Abstieg eigentlich schwieriger ist, wählten wir diese Variante.

Bald schon kam die Bahn und auch wir stiegen ein. Sofort erfolgte die Ansage, die Fahrkarten zur Vorlage bereitzuhalten. Und, man staune, man bekam schon das Angebot, verschiedene Liköre und natürlich auch den „Schierker Feuerstein“ zu erwerben und zu verkosten. Da hatte sich der Zug noch nicht einmal in Bewegung gesetzt!
Endlich ertönte der ersehnte Pfiff zur Abfahrt, ein Ruck und die Lok zog schnaufend ihre 6 Waggons und einen Packwagen hinter sich her. Alle voll beladen. Ein Vermögen hatten all die Reisenden der Bahn gezahlt. Für 2 Personen hin UND zurück immerhin 110 €, die beiden Einzelfahrten für uns kosteten zusammen auch 74 €. Das für nur 14 Kilometer Fahrstrecke! Naja, bei anderen Temperaturen wären wir gelaufen.

Die Fahrt dauerte ca. eine halbe Stunde. Um die gut 500 Meter Anstieg zu überwinden, umrundeten wir zweimal die Bergkuppe, bevor wir den Brockenbahnhof erreichten.
Übrigens wurde schon im 17. Jahrhundert eine Bahnstrecke auf den Brocken gebaut. Damals als Transportmittel. Ab 1899 zuckelte dann eine Schmalspurbahn nach oben.




Unterwegs sahen wir nicht nur das Totholz der kaputten und vertrockneten Bäume des früheren Waldes liegen. Der Wald wächst ohne das Zutun der Menschen wieder nach. Viele junge Nadelbäume, aber auch Laubbäume streben aufwärts. Seltene, sicher für diese Höhen geeignete, Pflanzen blühen, wohin man schaut.
Auf dem Brocken selbst machten wir, wie viele andere Gäste auch, einen Rundgang. Bei 22°C, also wärmer als erwartet, ganz angenehm. Da hatten wir extra Windjacken im Gepäck… Auch die Weitsicht war für diese Witterung recht gut. Weil der Wetterbericht aber Regen und mögliche Gewitter für den Nachmittag angekündigt hatte, machten wir uns auf den Rückweg. Wir waren auf den 9 Kilometern fast allein unterwegs.



Ein uhriger Wanderweg beginnend auf der Straße, über Wurzeln, felsiges Granitgestein und Bohlenstege bis hin zu einer kilometerlangen Schotterpiste ist ein wahrer Genuss. Es ging durch den Eckerlochstieg zurück ins Tal zum Bahnhof. All das unter freiem Himmel.






Glücklich kamen wir am Auto beim Bahnhof Schierke wieder an, wechselten die Schuhe und kehrten bei inzwischen wieder 29°C im Ort beim Bäcker ein, um frischen Pflaumenkuchen mit Streusel für sie und mit Sulf für ihn zu erstehen. Kaffee gab es zu Hause, völlig entspannt.
Am letzten Abend des Urlaubs hier in Altenbrak wird noch einmal gegrillt. Und wie im letzten Jahr gibt es ein lokales Bierchen dazu.

