Blankenburg satt

Dienstag, 13. August 2024

Bei der zu erwartenden Tagestemperatur von über 30°C geht dann doch nicht mehr viel, dachten wir, und einigten uns auf einen Ausflug nach Blankenburg.

Ausgangspunkt für unseren OKG (Ortskontrollgang) war das Kleine Schloss. Das ehemalige Gartenhaus der Herzogin Christine Luise wurde in seiner ursprünglichen Form 1725 erbaut. Der angrenzende wunderschöne Terrassengarten wurde nach französischem Vorbild angelegt. Hinter der Stadtmauer schließen sich der Berggarten mit dem Prinzessinnenturm und dem Teehäuschen an.

Im Garten luden Pflaumenbäume und Apfelbäume zum Naschen ein.

Wegen der ständig steigenden Temperaturen ersparten wir uns den Aufstieg zum Großen Schloss. Lediglich aus der Ferne warfen wir einen Blick auf das Schloss, bestaunten aber noch die bemerkenswerte Esskastanienallee (im Darguner Wald gibt es auch eine im Jahre 1964 angelegte) durch den sehr schön gestalteten Schlossgarten.

Unser nächstes Ziel war dann das am Rande von Blankenburg liegende Kloster Michaelstein. Heiko war von dem Obst noch so fasziniert, dass er mir beim Einparken am Kloster gleich noch eine 🍐 „servierte“.

Nun hatten wir schon 30°C und ein Besuch innerhalb der Klostergebäude hätte garantiert für Abkühlung gesorgt. Jedoch hatte offenbar über Mittag niemand wirklich Lust, Besucher zu empfangen.

Darum machten wir eigenständig einen Spaziergang durch die Anlage. Vor gut 870 Jahren ließen sich im Tal in der Nähe Blankenburgs Zisterziensermönche nieder. Aus einem anfänglich beschwerlichen Leben entwickelte sich eine wirtschaftlich erfolgreiche Abtei.

Heute ist im Kloster die Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis beheimatet. Klostergärten und Fischteiche werden ebenfalls noch bewirtschaftet. Es gibt auch ein Klostermuseum und eigentlich kann man durch das Viereck der Mönchsgebäude um den Kreuzgang gehen.

Beim Anblick der Fischteiche meldete sich der kleine Hunger. Also kehrten wir beim „Klosterfischer“ ein und aßen ein Backforellenfilet im Brötchen. Dazu tranken wir (weil man ja viel trinken soll) ein frisches Radler.

Mit 34°C wurde gegen 14.00 Uhr der nächste Rekord geknackt. Das hinderte uns aber nicht, einen kleinen Rundgang durch die auch hier sehr verlassene Altstadt zu machen.

Ein kurzer Abstecher zum Edeka sicherte das heutige Abendessen. Broccoligratin wird es geben. Anschließend fuhren wir zurück in unsere wirklich angenehm kühle Wohnung.