Auf leisen Tatzen…

Donnerstag, 2. Juli 2020

Heute war das Wildkatzendorf Hütscheroda unser Ziel. Wie bei vielen anderen heimischen Tier- und Pflanzenarten hat sich auch der Bestand der Wildkatzen durch den Eingriff der Menschen in die Natur und ihren Lebensraum dramatisch verringert. Weil zum Beispiel immer mehr Straßen gebaut und somit riesige Schneisen, vor allem in Wäldern geschlagen werden, können die Tiere nicht mehr in andere Gebiete wandern. Somit kann es einerseits nicht zu einer Vermischung der Gene kommen und andererseits herrscht dann Inzucht vor. Nur eine Gefahr für die Wildkatzenbestände. Andere sind zum Beispiel illegales Abschießen und Vergiften durch den Menschen.

Hier hat es sich der BUND zur Aufgabe gemacht, auf diese Problematik hinzuweisen und richtete vor einigen Jahren ein Wildkatzen- und Luchsgehege im kleinen Dörfchen Hütscheroda, direkt am Hainich-Nationalpark, ein.

An der Kasse wurde uns dann mitgeteilt, man könne die Tiere am besten bei den Schaufütterungen beobachten. So nutzten wir die verbleibende Zeit und erkundeten den kleineren der beiden angrenzenden Wanderwege, den „Wildkatzenschleichpfad“. Nachdem wir den etwa 1,5 km langen Rundweg bestritten hatten, ging es sogleich ins Wildkatzengehege. Bei der Fütterung konnten wir dann 4 Wildkatzen, die in ihren eigenen Bereichen leben können, sowie einige Mäuse, die allerdings nicht in ihren Gehegen, sondern in einem Holzstapel darunter, in direkter Nähe zu einem der Gehege, lebten, entdecken. Weiterhin gab es viele interessante Infos rund um das Leben der Wildkatze. Die Luchse wollten bei den doch wärmeren Temperaturen nicht aus ihrem Versteck hervor kommen.

Anschließend ging es dann noch auf einen 7 km langen Rundweg, der sich ebenfalls um das kleine Dörfchen schlängelte. Der Aufstieg in den Hainich schaffte ganz schön, der Ausblick von einem Aussichtsturm entschädigte aber ungemein. Zurück, hinunter ins Dorf, ging es dann durch eine heideartige Landschaft. Am Ende standen mehr als 14 500 Schritte auf dem Zähler…